Das Fundament des Holzspielhauses

Nachdem unser neues Holzspielhaus mit dem Namen Joanna so schnell geliefert wurde, wurde es Zeit, sich Gedanken zu machen, worauf das Haus gebaut werden sollte. Da wir das Spielhaus auf unseren Rasen bauen wollten, empfahl uns ein Mitarbeiter des Baumarktes ein Fundament aus Gehwegplatten. Zusätzlich sollten wir das Haus noch verankern, da es hier in Nordseenähe schon mal stürmisch wird.

Der Rasen an dem gewünschten Standort hat ein leichtes Gefälle und da ich auch beim Thema Fundament recht ahnungslos bin, stellte ich es mir sehr schwer vor,  ein Plattenfundament so eben zu bauen, dass das Haus später auch gerade steht. Deshalb hatte ich auch überlegt, das Haus auf Stelzen zu bauen. Vermutlich ließe sich das Spielhaus dadurch besser ausrichten. Aber die Idee mit dem Pfahlfundament blieb nicht lange im Rennen, da meine Frau nicht wollte, dass die Kinder das Haus nur über eine zusätzliche Treppe oder Leiter erreichen können.

Also ran an das Plattenfundament. Nach kurzem Überlegen fiel meine Wahl auf Rasengittersteine statt auf Gehwegplatten, da ich hoffte, durch die Lücken die Verankerung des Hauses besser realisieren zu können. Da diese Rassengittersteine ein Standardmaß von 60 x 40 cm haben, kann man mit 20 Steinen eine Fläche von ca. 240 x 200 cm auslegen, was sehr gut zu der Grundfläche (220 x 180 cm) des Spielhauses passt.

Nach längerem Auskoffern, Ausgleichen,  Verdichten und Ebnen habe ich die Platten verlegt. Gerade das Ebnen hat mich fast zur Weißglut gebracht, da ich es nie geschafft habe wirklich die ganze Fläche so topfeben zu bekommen, wie ich es gehofft habe. Irgendwann habe ich es dann aufgegeben und es so gelassen, wie es war.

Dann mussten die Rasengittersteine verlegt werden. Das ging eigentlich recht schnell, aber ich musste natürlich die Steine mehrfach wieder hochnehmen, um den Untergrund zu ebnen.

Zum Schluss habe ich nochmal die Ecksteine hoch genommen, um dort Löcher für die Verankerung zu buddeln. Diese habe ich mit L-Ankern realisiert, die ich durch die Löcher der Rasengittersteine gesteckt und dann mit Schnellbeton einbetoniert habe.

Fundament aus Rassengittersteinen
Leider sind auf diesem Foto die einbetonierten L-Anker nicht zu sehen. Der frische Beton musste vor dem einsetzenden Regen geschützt werden.

Am Ende war ich zufrieden mit der Arbeit. Dass das nur teilweise berechtigt war, stellte sich später beim Aufbau des Spielhauses heraus.

 

2 Gedanken zu „Das Fundament des Holzspielhauses

  1. Hallo,

    ich plane ein ähnliches Fundament für unser Kinderspielhaus – allerdings mit Betonplatten, statt Rasengittersteinen.
    Haben Sie unter den Steinen ein Kiesbett angelegt, wenn ja, wie tief?
    Oder haben Sie nur die Rasenschicht abgenommen und die Steine auf den gewachsenen Boden gelegt?
    Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Fundament nach der Zeit inzwischen?

    Viele Grüße
    Tobias Liebig

    1. Hallo Herr Liebig,
      um ehrlich zu sein, ich war zu faul, ein Kiesbett anzulegen. Ich habe tatsächlich nur den Rasen abgetragen, den Boden festgetrampelt und solange bearbeitet, bis eine halbwegs waagerechte Fläche entstand. Dann die Rasenplatten draufgepackt und zurechtgerückt.
      Anfangs hatte ich natürlich Bedenken, ob das lange gut geht. Aber bis jetzt liegen die Steine wie eine Eins.
      Viele Grüße
      René

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