Kategorie-Archiv: Spielhausbau

In dieser Kategorie beschreibe ich, wie ich das Spielhaus Joanna aufgebaut habe.

Der Einbau von Tür und Fenster

Unser Holzspielhaus Joanna hat eine Tür und vier Fenster, die nach dem Streichen des Spielhauses eingebaut werden. Sowohl die Außenseite des Türblattes als auch die Leisten für die Fensterrahmen sollten ebenfalls gestrichen werden. Dies sollte aber schon 1-2 Tage vor dem Einbau geschehen, damit genügend Zeit zum Durchtrocknen ist. Auch hier habe ich die Holzimprägnierung von OSMO zur Vorbehandlung und die Landhausfarbe (diesmal natürlich weiß) benutzt.

Das Einbauen der Tür ist einfach. Als erstes habe ich mittels kleiner Holzstückchen das Türblatt in dem Türauschnitt ausgerichtet und verkeilt, sodass die Spaltmaße annähernd gleich sind. Dann habe ich die mitgelieferten Scharniere an die Tür und die Hauswand geschraubt. Dabei muss man aufpassen, dass man die korrekte Höhe erwischt und in die auf der Rückseite der Tür befindlichen Leisten schraubt. Zum Schluss wird dann noch der Knauf, der zuvor ebenfalls in der gewünschten Farbe gestrichen wurde, angebracht.

Die Fensterrahmen bestehen jeweils aus vier auf Gehrung gesägten Winkelleisten. Nachdem man die mitgelieferten Kunststoffscheiben in die vorgefertigten Fensterauschnitte gesetzt hat, werden diese Winkelleisten nacheinander in den Auschnitt genagelt, so dass sie einen Rahmen bilden und damit die Scheibe fixiert. Es empfiehlt sich, die Leisten probehalber zusammenzusetzen. Bei mir waren nämlich einige Leisten nicht ganz korrekt zugesägt, sodass sie kein rechten Winkel bilden konnten. Diese Leisten musste ich etwas nacharbeiten.

Tür und Fenster sind eingesetzt
Tür und Fensterrahmen wurden weiß gestrichen.

 

Das Streichen des Spielhauses

Bevor die Fenster und Türen eingesetzt werden, sollte man das Haus in der gewünschten Farbe streichen. Dadurch vermeidet man unschönes Übermalen der Fensterrahmen. Unser Lieblingsbaumarkt hat für diesen Zweck die Landhausfarben von OSMO empfohlen. Zuvor sei es aber ratsam, alle zu streichenden Holzflächen mit einer Holzimprägnierung vorzubehandeln, damit das Holz des Spielhauses optimal vor Witterungseinflüssen geschützt ist. Außerdem empfahl uns der Baumarktmitarbeiter die Flächenstreicher genannten Pinsel von OSMO. Ich empfand den Preis für diese Pinsel  ziemlich hoch, habe sie aber trotzdem gekauft. Der Mann war wohl ein guter Verkäufer 😉

Die farblose Holzimprägnierung ist sehr dünnflüssig. Das machte das eigentliche Auftragen zwar einfach, aber besonders beim Streichen der überstehenden Dachunterseiten tropfte die Flüssigkeit schon sehr heftig vom Pinsel.

Nachdem die Imprägnierung vollständig getrocknet ist (laut Beschreibung 12 Stunden), geht es los mit der eigentlichen Farbe wir haben uns für das Nordisch Rot von OSMO entschieden, da das Haus die typisch skandinavische Optik bekommen sollte. Die Farbe ließ sich deutlich besser auftragen als die Imprägnierung, da sie längst nicht so dünnflüssig. Sie ist auch viel ergiebiger, sodass eine 750 ml-Dose für das ganze Haus ausreicht.

Die gestrichene Rückseite
Holzspielhaus Joanna – Die gestrichene Rückseite

Beim Streichen sollte man wirklich aufpassen, dass man die Farbe auch überall in die Rillen bekommt. Mir ist es des Öfteren passiert, das ich nicht alles erwischt habe. Es lohnt sich auf alle Fälle, hin und wieder genauer hinzuschauen.

Die Vorderseite wird gestrichen
Fenster und Tür habe ich mit gelben Säcken verschlossen, damit die Farbe nicht versehentlich insFenster und Tür habe ich mit gelben Säcken verschlossen, damit die Farbe nicht versehentlich ins Haus spritzt. Haus spritzt.
Das Haus ist fertig gestrichen
Geschafft – Alles, was rot sein soll ist rot!

Das Verlegen der Bitumenschindeln

Wenn man im Internet nach dem Spielhaus Joanna bzw. dem baugleichen Spielhaus Tom sucht, findet man oft nur Abbildungen bei denen die Häuser mit Dachpappe gedeckt sind. Das Musterspielhaus in „unserem“ Baumarkt ist zusätzlich mit Biberschwanzschindeln gedeckt, welche nicht nur ein zusätzliche Sicherheit vor Regen bieten, sondern das Spielhaus zu einem echten Hingucker machen. Das wollten wir also auch haben. Allerdings waren die Biberschwanzschindeln fast 50% teurer als gleichwertige Rechteckschindeln, weshalb wir uns für diese entschieden haben. Die Schindeln wurden in 3m²-Paketen verkauft. Da die Dachfläche ca. 7m² beträgt, mussten wir also 3 Pakete kaufen.

Nach einiger Internetrecherche wusste ich zwar, wie man die Schindelbahnen aus Bitumen verlegt, aber das Abdecken des Firsts war mir noch immer ein Rätsel. Glücklicherweise bin ich auf das folgende Video gestoßen, in dem die Firstabdeckung mit Bitumenschindeln ab der Minute 5:29 sehr gut erklärt ist. Aber auch das Verlegen der Schindeln auf der kompletten Dachfläche wird hier sehr anschaulich erklärt. Ein Blick ins Video lohnt sich also.

Wie beim Verlegen der Dachpappe beginnt man an der unteren Dachkante. Im ersten Schritt muss man einige Bitumenbahnen der Länge nach halbieren und die so entstandenen Streifen entlang der Traufkante verlegen und natürlich vernagelt. Dies diente der Optik, da ansonsten bei der unteren Bahn die Dachpappe zwischen den einzelnen Schindeln zu sehen ist. Danach wird die erste vollständige Schindelbahn verlegt. Die untere Kante der Schindeln schließt hierbei ebenfalls mit der Traufkante ab. Da das Dach nicht sehr groß ist, habe ich die Bitumenbahnen gleich über die gesamte Dachlänge verlegt, im Gegensatz zu der im Video gezeigten Variante. Die Bahnen werden mit Dachpappstiften ca. 3cm über den Schindeleinschnitten auf das Dach genagelt.  Auch hierfür habe ich natürlich wieder meinen Ikea-Hammer verwendet.
Bei der nächsten Bahn habe ich die erste Schindel halbiert, sodass die einzelnen Schindeln versetzt zueinander liegen. Die unteren Kanten schließen bündig mit Einschnitte der ersten Schindelreihe ab. Und so geht es weiter. Pro Reihe immer um eine halbe Schindel versetzen und festnageln.

Die Rechteckschindeln werden vernagelt
Die Rechteckschindeln werden von Reihe zu Reihe versetzt vernagelt.

Laut der mitgelieferten Anleitung der Rechteckschindeln ist es bei der Dachneigung des Spielhauses nicht notwendig, die Schindeln zusätzlich mit Bitumenkleber zu verkleben, weshalb ich auf diese Arbeit verzichtet habe.

Die Schindelbahnen werden bis knapp unter den First verlegt. Zum Glück hat der Hersteller des Spielhauses Joanna mitgedacht und die Größen der beiden Dachseiten so gewählt, dass man mit der letzten Reihe knapp drei Zentimeter unter der Firstkante endet.

Die Bitumenschindeln sind fast komplett verlegt
Die Bitumenschindeln sind fast komplett, es fehlt nur noch die Firstabdeckung.

Wie schon erwähnt, hatte ich anfangs überhaupt keine Idee, wie ich den First decken sollte. Aber dabei hat mir oben genanntes Video geholfen. Zuerst werden aus den Schindelbahnen einzelne Schindeln herausgeschnitten. Dabei werden die Schnitte von dem schon vorhandenen Einschnitt leicht schräg, in Richtung Mitte geführt. So entstehen mehrere, sich ab der Hälfte verjüngende Dachschindeln. Ich habe davon 16 Stück benötigt.

Die zugeschnittenen Dachschindeln werden annähernd symmetrisch über den First gelegt und in der Mitte vernagelt. Ab der zweiten Schindel wird die vorherige wieder bis zur Hälfte verdeckt, sodass die Dachnägel nicht zu sehen sind.

Die Firstabdeckung
Die einzelnen Schindeln werden so verlegt, dass sie die vorherigen um ca. die Hälfte überlappen.

Die letzte Bitumenschindel muss dann passend zugeschnitten werden. Dies ist auch die einzige Schindel, die ich nicht vernagelt, sondern mit Bitumenkleber verklebt habe. Diesen Kleber hatte ich nicht parat und musste diese Tätigkeit zu einem späteren Zeitpunkt durchführen.

Die letzte Schindel mit Bitumenkleber verklebt
Die letzte Schindel – mit Bitumenkleber verklebt und mit Einhandzwingen fixiert

Wer sich die Fotos genau ansieht, wird erkennen, dass ich an den Giebelkanten nicht sehr genau gearbeitet habe. Ich habe einfach mies zugeschnitten, so dass die Kante ziemlich unregelmäßig ist. Dies stellt aber kein größeres Problem dar, weil später noch eine Zierkante montiert wird, die diese Unregelmäßigkeiten kaschiert.

Das Verlegen der Dachpappe

Spielhäuser aus Holz sind natürlich nicht regensicher. Damit das Spielhaus Joanna den nächsten Regengüssen stand hält, muss das Dach mit Dachpappe eingedeckt werden. Das Dach hat eine Fläche von ca. 7m². Im Handel werden 7,5m²-Rollen angeboten und man neigt vielleicht dazu, diese zu kaufen. Allerdings sollte man bedenken, das man die Bahnen überlappend verlegt, so dass die 7, 5m² nicht reichen werden. Also sollte man zur 10m²-Rolle greifen.

Dachpappe verlegt man von unten nach oben, damit durch die Überlappung der Bahnen das Regenwasser immer über der Dachpappe bleibt und nicht darunter läuft. Ich habe die erste Bahn so zugeschnitten, dass an den Dachkanten jeweils etwa 10 cm überstehen. Mit meinem Zimmermannshammer und 16 mm langen Dachpappstiften habe ich die Bahnen auf das Holzdach genagelt. Dabei sollte man darauf achten, dass die Dachnägel nur soweit eingeschlagen werden, dass die breiten Köpfe nur auf der Bitumenbahn aufliegen, aber nicht eindringen.

Die erste Bahn Dachpappe
Die erste Bahn Dachpappe wird unten verlegt

Danach habe ich die überstehenden Enden umgeschlagen und von unten an das Holzdach genagelt, so dass ein recht ansehnlicher Abschluss geschaffen wurde.
Nachdem ich die kurze Dachseite genauso bearbeitet hatte, habe ich die zweite Dachpappenbahn der großen Dachhälfte so aufgelegt, dass sie die erste Bahn um einige Zentimenter überlappt.

Die zweite Bahn Dachpappe
Die zweite Bahn Dachpappe überlappt die erste Bahn um einige Zentimeter

Die letzte Dachbahn wird über den First gelegt und muss die Bahnen auf der großen und der kleinen Dachseite überlappen. Auch hier werden die überstehenden Enden umgeschlagen und von unten an die Dachkanten genagelt. Wegen des Firstbalkens muss man die Bahnen hierbei mit einem Cuttermesser etwas ein- und zurechtschneiden.

Die verlegte Dachpappe
Die Dachpappe ist verlegt

Das Dach

Ähnlich wie  beim Fußboden werden die Dachlatten auf querliegende Balken bzw. Latten genagelt. Den Firstbalken hatte ich ja schon beim Aufstellen der Giebelwände eingesetzt. Zusätzlich müssen zwei weitere Leisten an den beiden Seitenwänden, sowie ein Balken mittig der längeren Dachseite, zwischen vorderem und hinterem Giebel, angeschraubt werden. Die Seitenleisten und der Firstbalken sind jeweils 2,20m  lang und man sollte beim Anbau die späteren Dachüberstände berücksichtigen (vorne 32cm und hinten 12cm). Damit ich die Seitenleisten nicht zu hoch oder zu niedrig anschraube, habe ich zuvor ein Dachbrett in der späteren Ausrichtung auf die Giebel gelegt und entsprechende Markierungen für die Seitenleisten gesetzt.

Die Dachbalken sind angebaut
Spielhaus Joanna mit angebauten Dachbalken und -leisten

Mit einem Zimmermannshammer werden dann die Dachbretter auf die Balken genagelt. Auch dies geht, wie beim Fußboden, sehr gut, da die Bretter ebenfalls genutet sind. Man nagelt also das erste Brett auf die Balken und schiebt dann das nächste Brett hinein, nagelt es fest und so weiter.  Ich habe zuerst mit dem kleineren Dach begonnen. Damit das Dach zumindest vorne einen sauberen Abschluss bekommt, habe ich die Arbeiten von vorne nach hinten ausgeführt.

Das Dach ist fast fertig
Das Holzspielhaus mit halbfertigem Dach
Das Dach ist fertig
Die Dachbretter sind komplett aufgenagelt. Das Dach ist fertig.

Als nächstes geht es weiter mit der Dachpappe und den Bitumenschindeln.

 

Der Innenausbau

Das Spielhaus Joanna hat eine Schlafebene, welche über eine vierstufige Treppe zu erreichen ist. Die Ebene und die Treppe werden direkt nach dem Aufstellen der Seiten- und Giebelwände eingebaut.

Laut Anleitung soll der bereits vorgefertigte Schlafboden mit vier Metallwinkeln angeschraubt werden. Leider schweigt sich die Anleitung an diesem Punkt darüber aus, welche Schrauben verwendet werden sollen. Da die Winkel in den  1,6 cm starken Seitenwänden verschraubt werden sollen, bleiben aber nur die beigelegten 3×16 mm-Schrauben übrig. Als ich diese in der Hand hielt, machte ich mir etwas Sorgen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese kleinen Schräubchen einen Schlafboden halten sollen, auf dem unter Umständen mehrere Kinder rumtoben. Dieses Problem konnte ich erst etwas später lösen, jetzt musste ich erstmal mit den Minischrauben leben.

Ich habe erstmal alle 4 Winkel an die Vorder- und Rückwand geschraubt, um den Schlafboden in der angegebenen Höhe von 97,5 cm aufzulegen. Durch die an den Innenseiten der Wände aufgesetzten Leisten war dies aber nicht möglich, weshalb ich gleich wieder zwei Winkel abschrauben musste. Es ist also besser, wenn man erstmal nur die beiden Winkel anschraubt, die sich nahe der rechten Seitenwand befinden. Dann kann man den Schlafboden raufschieben und muss ihn dann hochhalten, während man die beiden übrigen Winkel anschraubt. Danach werden die Winkel mit dem Boden verschraubt.

Bevor die Treppe eingebaut werden kann, muss sie zusammengebaut werden. Dazu schraubt man die Stufenelemente an die Wangen. Dies ist so einfach, dass mir auch meine vierjährige Tochter helfen konnte.
Die zusammengebaute Treppe habe ich mit der linken Wange direkt an die Rückwand des Spielhauses gestellt und so ausgerichtet, dass sie mit dem Schlafboden abschließt. Am Boden wird die Treppe auch mittels Metallwinkeln mit dem Boden verschraubt. Anschließend habe ich die Treppe mit der Schlafebene verbunden. Das erledigt man am besten von hinten, also vom Schlafboden aus, damit die Schrauben in den Treppenwangen keine Verletzungsgefahr darstellen können.

Spielhaus Jonna - die eingebaute Treppe
Die eingebaute Treppe

Als Schutz vor dem Runterfallen dient ein zaunähnliches Gitter, welches ebenfalls vorgefertigt ist. Bevor man dieses einbauen kann, wird ein Pfosten an die rechte Wange der Treppe geschraubt. Da ich entgegen der Aufbauanleitung den Firstbalken bereits eingesetzt hatte, fiel mir die Ausrichtung und Höhenpositionierung des Pfostens leicht.
Um das Schutzgitter zu befestigen, wird die Querleiste, wieder mittels Metallwinkel, an der Vorderwand befestigt und am anderen Ende mit dem eben eingesetzten Pfosten verbunden. Zum Schluss werden die Gitterlatten unten an die Leiste des Schlafbodens geschraubt. Die letzen beiden Punkte sind mal wieder nicht in der Anleitung verzeichnet. Allerdings benötigt man dafür auch nicht viel Phantasie.

Spielhaus Joanna - Schutzgitter
Das Spielhaus Joanna mit bereits eingebautem Schutzgitter

Nun blieb noch das „Problem“ mit dem – meiner Meinung nach – zu schwach befestigtem Schlafboden. Wie schon erwähnt, glaubte ich nicht, dass die Minischrauben den Boden auf lange Zeit halten könnten. Deshalb habe ich mir kurzerhand im Baumarkt meines Vertrauens passende Fichtenleisten besorgt. Diese habe ich zurecht gesägt und als zusätzliche Auflagepunkte an die Wände unter den Schlafboden geschraubt. Diese Verstärkungen haben zusätzlich dafür gesorgt, dass der Boden bei Belastung weniger durchfedert.

Spielhaus Joanna - zusätzlicher Auflagepunkt für den Schlafboden
Die Fichtenleiste in der Mitte dient als zusätzlicher Auflagepunkt für die Schlafebene.

Somit kann ich wieder ruhig schlafen, ohne Sorgen haben zu müssen, dass die Schlafebene irgendwann einmal auf den Boden knallt.

 

 

Das Aufsetzen der Giebelwände

Wie das vorherige Aufstellen der Seitenwände geht das Aufsetzen der Giebelwände sehr schnell und einfach. Aber auch hier ist eine zweite Person sehr hilfreich, um die Wände vor dem Herunterfallen zu bewahren.

Die Giebelwände sind passgenau gefertigt, so dass sie leicht auf die Seitenwände aufgesetzt werden können. Lediglich bei der hinteren Giebelwand war es etwas eng, so dass ich mit einem Gummihammer etwas nachhelfen musste, damit sie richtig auf der Seitenwand saß. Die Giebelwände werden natürlich miteinander und mit den Seitenwänden verschraubt. Hierbei war mein neu erstandener Akkuschrauber sehr hilfreich.

Entgegen der Anleitung habe ich danach schon den Firstbalken eingesetzt, um dem Ganzen noch etwas mehr Stabilität zu geben. Außerdem wird im folgenden Schritt, dem Innenausbau, ein Pfosten eingebaut, der später mit dem Firstbalken verschraubt werden soll. Dies kann man auch gleich machen, damit dieser Pfosten durch ein Mißgeschick nicht kaputt geht.

Die aufgesetzten Giebelwände
Hier sieht man das Spielhaus Joanna mit den aufgesetzten Giebelwänden (der Innenausbau ist hier auch schon erfolgt).

 

 

Das Aufstellen der Seitenwände

Bevor man die Seitenwände des Spielhauses aufstellt, muss die vorher zusammengenagelte Bodenplatte an den dafür vorgesehenen Platz gelegt werden. Ich habe sie natürlich zwischen die bereits einbetonierten L-Anker gelegt und grob ausgerichtet.

Zum Aufstellen der Seitenwände ist es ratsam eine zweite Person zur Unterstützung zu haben. Eine Person hält die Seitenwände gerade und fest, die andere schraubt. Meine Frau hat mir hierbei geholfen.

Wir haben mit der kleinen Seitenwand links vom Eingang begonnen und haben uns dann einmal um das Haus gearbeitet. Das Aufstellen der Seitenwände ist ziemlich simpel und ist schnell erledigt. Seitenwand auf die Bodenplatte aufsetzen, ausrichten, mittels Akkuschrauber anschrauben und, ab der zweiten Seitenwand,  mit der vorherigen verschrauben. An dieser Stelle war die Skizze in der mitgelieferten Aufbauanleitung recht präzise, so dass man schnell identifizieren konnte, welche und wie viele Schrauben benötigt werden.

Die aufgestellten Seitenwände des Spielhauses Joanna
Die aufgestellten Seitenwände des Spielhauses Joanna

Nachdem die Wände aufgestellt waren, war es Zeit, das Holzspielhaus noch einmal endgültig auszurichten. Später wäre dies nur noch schwierig möglich, da das Haus immer schwerer wird. Also haben wir es noch kurz an die richtige Position gerückt.

Dabei ist mir aufgefallen, dass sich die Wände rechts und links des Eingangs nicht in einer Flucht befanden, sondern schief zueinander standen. Das konnte in meinem Fall nur einen Grund haben – das Fundament war schief 🙁
Da dies nicht mehr zu ändern war, habe ich unter die hintere, linke Ecke des Spielhauses ein paar Latten gelegt, um das Haus dort etwas anzuheben. Nach etwas Herumprobieren befanden sich die beiden Vorderwände in einer Flucht und alles war bereit zum Aufsetzen der Giebelwände.

Die Vorderwände in einer Flucht
Nach dem Aufstellen der Seitenwände sollten sich die Vorderwände in einer Flucht befinden.

 

Der Boden des Spielhauses

Parallel zum Verlegen der Rasengittersteine hatte ich bereits einige vorbereitende Arbeiten durchgeführt, damit ich am eigentlichen Tag des Hausbaus nicht zu viel Zeit verschwende. Eine dieser Arbeiten ist der Zusammenbau des Bodens. Es ist zwar keine sehr schwierige Aufgabe, aber sie nimmt doch eine knappe Stunde in Anspruch. Man kann den Bodenbau also gut mal nach Feierabend erledigen.

Laut Anleitung sollen für den Bodenbau zuerst fünf, knapp 180 cm lange Leisten parallel auf einer Breite von 217 cm verteilt werden (siehe unten stehenden Hinweis). Darauf sollen dann die 20 Bodenbretter genagelt werden. Das Ganze ist recht unproblematisch, denn die Bretter lassen sich aufgrund der Spundung gut zusammenschieben und befestigen.

Als ich das erste Brett aufgenagelt hatte, habe ich die fünf Leisten am entgegengesetzten Ende mit ein paar Hilfslatten verbunden. Diese dienten lediglich dazu, dass sich die Latten im weiteren Verlauf nicht gegeneinander verschieben, also immer den korrekten Abstand zueinander haben. Dafür kann man einige Leisten nehmen, die als Verpackungsmaterial des gelieferten Pakets dienten.

Der Boden wird zusammengenagelt.
Der Boden wird zusammengenagelt

Nachdem ich die 20 Bretter mit meinem Zimmermannshammer aufgenagelt hatte, bemerkte ich, dass das letzte Brett etwas übersteht. Diesen Überstand habe ich schnell mit einer Stichsäge bündig abgesägt.

Überstand des letzten Brettes
Überstand des letzten Brettes
Der Überstand ist schnell abgesägt
Der Überstand ist schnell abgesägt
Die komplette Bodenplatte, noch mit Überstand.
Die komplette Bodenplatte, noch mit Überstand.

Hinweis: Der Querschnitt der fünf Leisten ist nicht quadratisch (32 x 40 mm), so daß ich die Leisten instinktiv auf die längere Seite gelegt hatte. So erschien es mir logisch und so ist es auch in der Anleitung eingezeichnet. Die aufzunagelnden Bretter sind 16 mm stark, so dass sich eine Gesamthöhe von 48 mm ergibt. Da man laut Anleitung 50 mm lange Nägel für den Boden nehmen soll, stehen diese nachher 2 mm raus. Leider habe ich das erst (schmerzhaft) bemerkt, nachdem die Bodenplatte zusammengenagelt war und sie zur Lagerung in die Garage getragen werden sollte. Aber dies bedeutet nicht nur, dass man sich beim Tragen der Bodenplatte verletzen kann. Wenn man das Haus nicht gerade direkt auf Rasen stellt, sondern auf Platten oder Rasengittersteine, werden einige Nägel wieder nach oben durchgedrückt. So war es bei mir der Fall und stellte natürlich auch wieder ein Verletzungsrisiko (und diesmal für die Kinder) dar.
Wenn man diesen Umstand schon Im Vorfeld vermeiden möchte, sollte man die Leisten hochkant stellen oder man besorgt sich im Baumarkt seiner Wahl 45er Nägel.

Ich bin der Meinung, dass an dieser Stelle die Aufbauanleitung bzw. die Materialen des Spielhauses Joanna dringend überarbeitet werden sollten!

Die mitgelieferte Aufbauanleitung

Mit dem Spielhaus Joanna wird eine mehrsprachige Aufbauanleitung geliefert. Die von mir während des Aufbaus am meisten benötigten Teile waren die vierseitige Materialliste und die eigentliche Aufbauanleitung. Diese wird in acht Skizzen dargestellt, welche sich auf gerademal zwei Seiten quetschen. Dies fand ich wirklich nicht optimal. Dadurch sind die Details und Angaben zu den benötigten Materialen sehr klein gedruckt, so dass oft ein „Ich guck‘ mal schnell rauf“ nicht möglich ist, besonders wenn man schon etwas weitsichtig ist 😉

Außerdem fehlen in diesen Aufbauskizzen einige Details, z.B. fehlen oft die Angaben zu den gerade benötigten Nägeln und Schrauben. Auch wenn man dieses Problemchen mit etwas Überlegung gelöst bekommt, habe ich dies als Zeitverschwendung angesehen. Schön wäre es gewesen, wenn wirklich alle benötigten Materialen in den einzelnen Schritten verzeichnet wären. Dies ist natürlich nur möglich, wenn man jeder Aufbauskizze eine komplette Seite spendieren würde.

Nichts desto trotz kann man mit der Anleitung gut arbeiten, auch wenn man manchmal etwas Phantasie benötigt.