Spielhäuser aus Holz

Wer ein Spielhaus für den Garten kaufen möchte, der hat die Qual der Wahl. Und das fängt schon bei der Wahl des Materials an, aus dem das Spielhaus gefertigt wurde. In der Regel werden Modelle aus Kunststoff und aus Holz angeboten. Wobei die Häuser aus Kunststoff kleiner und weniger robust sind. Aus diesem Grund sind sie vor allem für die kurzfristige Nutzung durch Kleinkinder geeignet. Sollen die Kinder jedoch dauerhaft Spaß mit ihrem Spielhaus im Garten haben, dann kommt eigentlich nur ein Modell aus Holz infrage.

Kinderträume erfüllen mit einem Spielhaus aus Holz

Aktive Kinder leben und spielen häufig in ihrer ganz eigenen kleinen Welt. Und für sie gibt es dabei nichts Schöneres, als wenn sie dafür ihren eigenen Raum zur Verfügung gestellt bekommen. Natürlich haben die meisten Kinder ihr eigenes Zimmer, allerdings finden sie es noch schöner, wenn es einen Ort gibt, an dem die Erwachsenen keinen Zutritt haben. Genau deshalb gehört ein eigenes Spielhaus im Garten häufig zu den ganz großen Träumen kleiner Kinder.

So vielfältig ist das Angebot

Wer seinen Kindern den Traum vom eigenen Spielhaus aus Holz erfüllen möchte, der kann dafür durchaus ein kleines Vermögen ausgeben. Allerdings gibt es auch sehr günstige Basisvarianten. Hierbei handelt es sich um ganz einfache Holzhäuschen, die aus einer Bodenplatte, vormontierten Seitenwänden, vorgefertigten Dachelementen, Fenstern und einer Tür bestehen. Diese Häuschen sind zwar klein und einfach, bieten Kindern aber einen hervorragenden Rückzugsort zum Spielen.

Neben den Basismodellen gibt es noch zahllose weitere Varianten, die für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel etwas zu bieten haben. So gibt es unter anderem auch Doppelhäuser. Diese Variante ist besonders gut für zwei Geschwister geeignet. Die Haushälften sind zwar identisch, dennoch kann zum Beispiel durch einen individuellen Außenanstrich jedes Kind seine eigenen Wünsche erfüllt bekommen. Auch das Innere kann individuell gestaltet werden. Auf diese Weise bekommt jedes Kind sein eigenes kleines Reich.

Spielhäuser aus Holz können natürlich weitaus mehr sein, als ein Rückzugsort zum Spielen mit Puppen oder Autos. Spielhäuser können nämlich auch echte Abenteuerspielplätze sein. Dafür sorgen Rutschen, Kletterstangen, Leitern, Schaukeln und der Sandkasten. Selbstverständlich sind nicht bei jedem Holzspielhaus alle genannten „Zusatzfunktionen“ dabei. Allerdings gibt es durchaus Modelle, bei denen die Hersteller an wirklich alles gedacht haben. Verständlicherweise liegt der Preis solcher Holzhäuser mit integriertem Abenteuerspielplatz deutlich über dem von einfachen Holzspielhäusern. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, der bekommt die Häuser auch mit einzelnen Elementen (zum Beispiel einer Rutsche oder einem Sandkasten).

Gerade (aber nicht ausschließlich) bei den Spielhäusern mit Rutsche geht es oftmals hoch hinaus. Denn um das nötige Gefälle für die Rutsche zu gewährleisten, muss der Einstieg zur Rutsche etwas erhöht über dem Boden liegen. Daher sind solche Spielhäuser auch auf Stelzen gesetzt. Der Aufbau derartiger Spielhäuser ist naturgemäß etwas aufwändiger als der Bau eines erdebenen Spielhauses. Immerhin müssen für den sicheren Stand hier zunächst die Stelzen fest im Boden einbetoniert werden.

Auf Stelzen gebaute Spielhäuser haben im Übrigen gleich mehrere Vorteile. So kann man unter ihnen (sofern das nicht ohnehin so vorgesehen war) einen Sandkasten bauen. Bei Häusern, die auf dem Boden stehen, wird dafür zusätzlicher Platz benötigt. Zudem bietet das Haus auf Stelzen auch gleich einen Wetterschutz. Dadurch müssen die Kinder nicht bei jedem kleinen Regenschauer mit dem Spielen im Sand aufhören.

Es gibt übrigens auch Spielhäuser, die auf Stelzen gebaut sind ohne dass dies für eine andere Funktion notwendig wäre. Der Grund für diese Bauweise liegt meist darin begründet, dass man mit solchen Häusern die Illusion eines Baumhauses erzeugen möchte.

Ein Spielhaus aus Holz selber bauen

Im Handel sind zahllose verschiedene Spielhäuser erhältlich. Durch einen individuellen Anstrich des Holzes, kleine Veränderungen, An- oder Umbauten kann man daraus durchaus ein unverwechselbares Einzelstück machen. Wer über handwerkliches Geschick verfügt und ein wenig kreativ ist, der kann seinen Kindern aber auch eine ganz eigene Spielewelt aus Holz bauen.

Dem eigentlichen Bauvorhaben sollte eine gründliche Planung vorausgegangen sein. Das Wichtigste beim Bau eines Spielhauses ist die Sicherheit. Gerade wenn das Haus auf Stelzen gebaut werden soll, über Klettervorrichtungen oder eine Rutsche verfügen soll, gilt es unbedingt darauf zu achten, das Ganze so sicher wie möglich zu konstruieren. Bei erdebenen Spielhäusern mit Sandkasten muss natürlich auch auf die Sicherheit geachtet werden. Immerhin können auch hier ungeschliffenes Holz, scharfe Kanten oder nicht ordentlich verarbeitete Nägel und Schrauben zu Verletzungen führen.

Bei der Bauplanung muss natürlich auch das Budget berücksichtigt werden. Während bei einem Fertigbausatz der Preis von Anfang an klar ist und häufig nur geringe Folgekosten (zum Beispiel durch Farben, Lacke oder Spielsand) entstehen, kann der Bau in Eigenregie schnell sehr teuer werden. Vor allem weil gerade unerfahrene „Bauherren“ bei der Planung nicht alles berücksichtigen. Und so müssen vielmals Teile nachgekauft werden. Fehlt die Erfahrung, dann werden häufig auch falsche oder für diese Zwecke ungeeignete Materialien gekauft. Auf diese Weise kann der Bau eines Spielhauses schnell zu einem Fass ohne Boden werden. Zudem darf bei der Planung auch nicht der Zeitfaktor vernachlässigt werden.

Der richtige Standort für ein Spielhaus

Ein Spielhaus sollte idealerweise an einem sonnigen Ort im Garten aufgebaut werden. Zudem sollte rund um das Spielhaus genügend Platz vorhanden sein. Wie viel Platz man genau benötigt, dass kann man bei Fertigteilsets sehr gut anhand der Herstellerangaben erkennen. Befinden sich Kletterelemente oder eine Rutsche an dem Spielhaus, dann sollte man zur eigentlichen Grundfläche noch mindestens zwei Meter hinzugeben. Schließlich sollen sich die Kinder bei einer rasanten Rutschpartie nicht an Mauern, Treppengeländern, Bäumen oder Zäunen stoßen können.

Der ideale Untergrund für den Aufbau eines Spielhauses ist eine weiche Rasenfläche. Das Verletzungsrisiko ist für die Kinder auf einer Rasenfläche deutlich geringer als auf harten Steinböden, Asphalt oder Gehwegplatten.

Wartung und Pflege des Spielhauses

Holz ist von Natur aus sehr robust. Dennoch kann es im Laufe der Zeit verwittern. Um das zu vermeiden, sollte das Holz von Anfang an mit einer Imprägnierung angestrichen werden. Geeignete Lacke oder Farben verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit. Das Holz ist so vor Schimmel geschützt. Zudem schützen derartige Imprägnierungen auch davor, dass das Holz in der Sonne austrocknet und verwittert.

Da sich in dem Holzspielhaus vor allem Kinder aufhalten, sollte man unbedingt darauf achten, dass alle verwendeten Lacke und Farben unbedenklich für die Gesundheit der Kinder sind. Der Anstrich mit imprägnierenden Lacken oder Farben sollte regelmäßig aufgefrischt werden, damit das Holz möglichst lange hält.

Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, sollten die Spielhäuser (insbesondere nach dem Winter) eingehend auf Beschädigungen untersucht werden. Auch alle Verschraubungen müssen regelmäßig überprüft werden. Wer das beherzigt, der kann seine Kinder mit ruhigem Gewissen in ihrem Spielhaus aus Holz spielen lassen.

 

5 Gedanken zu „Spielhäuser aus Holz

  1. Guter und informativer Beitrag,
    ich finde ein Spielhaus aus Holz besser als welche aus Plastik. Ich hab mal ne weile recherchiert und die aus Plastik sind meistens teurer, wenn man ein größeres will und sind immer noch nicht so groß wie ein Spielhaus aus Holz. Auserdem kann man ein Spielhaus Holz selber anstreichen und verbessern. Plastikmodelle verblassen durch die Sonne und hat eine schlechtere Qualität finde ich.

  2. Danke für deine Tipps. Hat uns mittunter gut geholfen. Wir haben sogar noch einen Anbau gemacht. Die kurze Dachseite komplett selbst/neu belegt und verlängert um einen 1.20m breiten Spielzeugschuppen anzubauen. Ist wunderschön und sehr praktisch geworden.

  3. Hallo Rene,

    wir wollen für unsere Enkelkinder auch so ein Haus kaufen.
    Wie lange dauert es, bis man das Haus allein aufgebaut hat?

    Liebe Grüße
    Uwe

    1. Hallo Uwe,
      wenn man das Fundament außer Acht läßt, habe ich vier Tage gebraucht.

      • 1. Tag: kompletter Aufbau des Hauses und Anbringen der Dachpappe, damit es nicht gleich reinregnet
        2. Tag: Anbringen der Bitumenschindeln und erste Streicharbeiten
        3. Tag: Streichen beenden, sowie Fenster und Tür einbauen
        4. Tag: Restarbeiten, wie z.B. Zierleisten etc.
    2. Wenn man handwerklich etwas geschickter ist, als ich es bin, schafft man es sicher auch schneller.

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